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Amselfeld

Das Amselfeld

Die Entwicklung des kulturellen Gedächtnisses im Spiegel der Geschichte.

Becker, Uwe: Die Entwicklung des kulturellen Gedächtniss: Das Amselfeld.in: Meyer Lidwina (Hrsg.) Wie kann Gestern Morgen besser werde? Jüdisch-christlich-muslimische Geschichte(n). 4. Interreligiöse Sommeruniversität, Rehburg-Loccum 2005 S.165-177

1. Vorwort

Der Mythos Amselfeld (Kosovo) erinnert nicht nur an einen historischen Ort auf dem Südbalkan oder an die Nato Intervention 1999, sondern an ein für die Serben traumatisches Ereignis einer kollektive Erinnerung der Niederlage gegen die Osmanen 1389. Es ist ein über Jahrhunderte konstruierte Opferrolle, die durch volkstümliche mündliche und religiöse Berichte von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Damit wird das historische Ereignis im kulturellen Gedächtnis ein abstraktes Denkmal ihrer nationalen Identifikation im heroischen Kampf der christlichen Serben gegen die finsteren islamischen Horden.

Hier stellen sich dem Betrachter einige Fragen, die dieser Vortrag anreißen möchte. Waren die Serben wirklich Opfer eines christlichen Abwehrkampfes? Wie sehen und sahen die Gegner in ihrem kulturellen Gedächtnis die Entscheidung auf dem Amselfeld ?

2. Politische Situation auf dem Balkan im 13./14 Jh. Und das Serbische Königreich

Mit dem langsamen Niedergang des mittelbyzantinischen Reiches im 12 Jh. und deren Katastrophe durch die Eroberung von Konstantinopel 1204 durch die Kreuzfahrer bildeten sich auf dem Balkan nacheinander zwei unabhängige Reiche. Zum Einen das Zweite Großbulgarische Reich (1186 –1330), zum Anderen das Serbische Königreich (1151-1389/ 1459)(1). Für das serbische Königreich werden zwei Personen aus der Familie der Nemanjiden zu den wichtigsten konstituierenden Persön- lichkeiten. Zum Einen Stefan Nemanja (König Stehan II 1196 -1228) (2), dem es gelang, die serbischen Sippen zu einigen und 1217 die Königskrone zu erlangen und zum Anderen sein Bruder der Mönch und Heiliger Sava (1169-1236), der als Begründer der autokephalen (selbständigen) serbisch-orthodoxen Nationalkirche 1219 gilt (3). Nach der Schlacht von Küstendil 1330 (Ende des bulgarischen Reiches) steigt das Königreich zur Regionalmacht auf und König Stefan Dusan (1331-1355) läßt sich nach weitern territorialen Zugewinnen im Epirus auf Kosten der Byzantiner, 1346 als König Uros IV zum Kaiser (Zar) der Serben und Rhomäer ausrufen (4). Gleichzeitig mit der Kaiserwürde konstruierte der serbische Hof ohne Zustimmung der Byzantiner einen Partriachen der Serben und Rhomäer mit Sitz in Pec (5).

Serbien 1355 - 1371. Das mittelalterliche Kaiserreich Stefan Dusans. Quelle: Soulis, Ch. Geeorge: The Serbs and Byzantium. Dumbarton Oaks 1984

Die cirka 150 Jahre serbischer spätmittelalterlicher Reichs- bildung gelten auch als Goldenes Zeitalter, als Zeitalter der Helden und Heiligen, die abrupt mit der Schlacht auf dem Amselfeld in der Überlieferung der Serben endet (6). Es war ein Zeitalter mit vielen neu Gründungen von Klöstern und Orten. Zum Einen zum Aufbau einer staatstragenden Nationalkirche zum Anderen als Wehrpfalzen für den permanent umherziehenden Hof. Dennoch ist es eine Zeit der permanenten Kriege und Bürgerkriege der auf dem Südbalkan siedelnden Völker. Sowie eine ab dem 14 Jh. beginnende Zeit der Zersplitterung der politischen Macht durch permanent wechselnde Bündnisse und militärische Eroberungen durch Serben, Bulgaren, Bosnier, Ungarn, Italiener, Byzantiner (Byzantinischer Bürgerkrieg (1321- 1351) untereinander und von türkischen Hilfskontingente, die jede Partei für ihre Ziele anheuerte. Spätestens mit dem Tod Stephan Dusan 1355 zerbrach auch die Einigung des serbischen Königreiches und zerrann in den Händen des schwachen Nachfolger Kaiser Uros V (1355-1371). Es war ihm nicht gelungen, die feudale Aufsplitterung eines durch Kampf aufgebauten und noch nicht politisch gefestigten Reiches zusammen zuhalten (7). Den einzelne Feldherren und Mitglieder der serbischen Dynastie der Nemanjiden richteten sich zwischen Bosnien, Makedonien und Epirus eigene regionale Herrschaften ein und bekämpften sich gegenseitig, und selbst die Wahl eines serbischen Königs endete im Fiasko der Schlacht an der Marica 1371 bei der gerade dieser König Vukasin (1365-1371) starb und kurz darauf Kaiser Uros V ermordet wurde.(8) Marica markierte das Ende des serbischen Königreiches und den Siegeszug der Osmanen (9).

Die osmanische Expansion

Mit der Wanderung türkischer Stämme nach Westen begann im 10 Jh. die Islamisierung großer Teile der türkischen Stämme durch islamische Kaufleute und Derwische. Darunter befand sich ein Staatenverband (Oghusen), welcher sich nach ihrem Führer (Selcuk) Seldschuken nannten und ab 1037, mit der Eroberung der östlichen islamischen Reiche begannen (Eroberung von Bagdad 1055.) Der weitere Zustrom von türkischen Stämmen führte zur Ausbreitung ins damalige Byzantinische Reich (Schlacht bei Malazgirt 1071). Das Rum- Seldschuken Reich erlebte seinen Höhepunkt im 13 Jh. und zerfiel nach dem Sieg der Mongolen (Schlacht am Kösedag 1243) in türkische Kleinemirate. Durch die mongolischen Eroberungen im 13 Jh. wurde eine zweite türkische Einwanderungswelle ausgelöst, die besonders in Anatolien zu spüren war. Einer dieser nomadischen Stämme siedelte im Gebiet um das heutige Eskisehir im nordwestlichen Teil der Türkei. Ihr Anführer nannte sich Ertogrul und hinterließ einen Sohn namens Osman (1299-1324), dem Begründer des Osmanischen Reiches (1299- 1923)(10).

Das osmanische Emirat entfaltete seine Staatlichkeit durch die Eroberungen von Bithynien durch den Sohn Orchan (1324 – 1362). Durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik im byzantinischen Bürgerkrieg gelang es ihm als Regionalmacht nach Thrakien vorzudringen (1354 Einnahme von Gallipoli). Murad I (1362 – 1389) schickte sich an in 10 jährigen Feldzüge Thrakien mit der neuen osmanischen Hauptstadt (Adrianopel 1361) nicht nur militärisch zu erobern sondern auch durch Zuzug türkischer Siedler zu islamisieren. Er legte nicht nur die Grundlage der schnellen territorialen Expansion seiner Nachfolger, sondern reformierte insbesondere die Armee und transformierte eine nomadischen Stammesverband zu einem islamischen Verwaltungsstaat. Die neu eroberten Gebiete wurden als Fiskal-Lehen (Timare) mit ausschließlicher Steuerhoheit an Reiter- soldaten als Unterhalt auf Zeit vergeben. Ebenso schuf Murad die sogenannten Zentraltruppen (Kapikulu), also stehende Heereseinheiten, rekrutierend aus ehemals christlichen Kindern (Devsirme) (11) und christlichen Renegaten. Dabei entstand die militärische Einheit der Janitscharen, die sich zu einer Eliteeinheit im osmanischen Heerwesen herausbildetet. Über die Palast- schule wurden die fähigsten Personen in die Führungspositionen in Heer und Verwaltung ausgebildet und eingesetzt (12). Die Rechtsprechung und Bildung lag beim sunnitisch-orthodoxen Klerus. Die christlichen Untertanen (Raya) blieben als freie Bauern dem Timorieten (13) steuerpflichtig aber unterlagen nicht dessen unmittelbaren Herrschaftsanspruch, der allein beim Staat verbleib. Ebenso war es nicht unüblich sogenannte Vasallenverhältnisse aufzubauen, d.h. eigenverantwortliche, staatliche Verwaltungsterritorien, die dem osmanischen Staat außenpolitisch und vor allem tributpflichtig unterstanden, einzurichten. In beiden Verwaltungsformen teilte sich die Gesellschaft in vertikale Untertanen (Dimmi), die sich in autonomen religiösen (14), nicht nationalen, Strukturen verwalteten (Millet-System) (15).

Bild rechts: Das Ende der Schlacht am Amselfeld - Kosovo Polje 1389.
Sultan Murad I. mit seinen Beys im Hintergrund nach dem fatalen Attentat. Die serbischen Attentäter und Gefangenen werden im Vordergrund niedergemetzelt und aus ihren Köpfen Schädelpyramiden errichtet.
Copyright  © 1999 - 2002 Kaan Harmankaya.

Die Schlacht auf dem Amselfeld 1389 Schlacht auf dem Amselfeld (Wikipedia)(deut.)

Nach dem Tode des letzten serbischen Kaisers dominierte als einflussreichster Fürst  Lazar Gresljanowitch (1371 – 1389) die serbischen Teilgebietskörperschaften. Seine Herrschaft wurde durch den Abwehrkampf gegen die Osmanen und dem Versuch einer serbischen Einigung geprägt. (16) Ihm gelang es, zusammen mit dem bosnischen Banus Trvtko bei Plocnik 1387 eine Heeresabteilung der Osmanen zu vernichten. Zwei Jahre später rügten die Osmanen unter Murad I erneut gegen das serbische Gebiet. Darauf sammelte Lazar 1389 erneut serbische Truppen und freiwillige aus dem gesamten südlichen Balkanraum als Verteidigung gegen die Osmanen.

Mitte Juni verfügte er über eine Streitmacht von zirka 25.000 Soldaten. Dabei unterstanden im nur direkt seine eigenen nordserbischen Truppen. Bosnien schickte Truppen unter Vladko Vukvic, die südlichen serbischen Gebiete Truppen unter Vuk Brankowitsch (17). Murad I hatte zirka 40.000 Soldaten, die durch einheitliche Führung und Ausrüstung sich auszeichneten. Tatsächlich wurde die Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo polje) am 15 Juni 1389 dem St. Veitstag (18) durch die Uneinigkeit und Uneinheitlichkeit der Führung verschiedener Befehlshaber, nach schwerem Ringen verloren. Spätere Berichte sprechen sogar vom Verrat serbischer Adliger und anderen Verbündeten (19). Sicher ist jedenfalls die Ermordung des osmanischen Sultan Murad I durch ein serbischer adeliger Namens Milosch Kobilowitsch noch während der Schlacht und die damit ausgeübte Vergeltung bzw. Ermordung des Fürsten Lazar und einiger enger serbischer Adeligen durch den Sohn Murad I, dem neuen Sultan Beyazid (1389 – 1402). Für die serbische Seite bedeutete die Niederlage den Status eines Vasallenstaates, der formal dem Sultan untersteht und zur Stellung von militärischen Hilfskontingente verpflichtet ist. Für die osmanische Seite war der Sieg ein erneuter Beweis osmanischer Kriegskunst, ein historischer Tag der Unterwerfung der Völker des Südbalkans und ein trauriger Moment in der Ermordung eines Sultans (20).

Vom Vasallen zum Raya

Lazar Sohn Stephan Lazarevic (1389 – 1427) wurde nach der Schlacht Vasall des Osmanischen Reiches und seine Pflicht zur Heeresvolge wurde 1396 von den Osmanen eingefordert (21). Dabei ging es um das letzte Kreuzzugsunternehmen gegen die Osmanen durch Kaiser Sigismund. Nach anfänglichen Erfolgen wurde die vereinigten deutschen, französischen, ungarischen und walachischen Kontingente in der Schlacht von Nikopolis vernichtet (22). Letztendlich war das Eingreifen der serbischen Panzerreiter auf Seiten der Osmanen ausschlaggebend für deren Sieg (23). Den gleichen heldenhaften Eindruck hinterließen die serbischen Panzerreiter als Hilfstruppen in der Schlacht bei Angora (Ankara)1402 zwischen Beyazid I und Timur Tamerlan (Timur Leng 1328 – 1405) (24).

Diese katastrophale Niederlage der Osmanen und der sich daran anschließende Bürgerkrieg (Interregnum1402 – 1413) änderte schlagartig die Stellung der Serben. Fürst Stephan löste sich als Vasall und näherte sich Byzans, das ihm den Titel eines Despoten verlieh. Zwar versuchte nun der Despot eine erneute Einigung der serbischen Territorialherrschaften, doch die Ein- mischung in die Nachfolgekämpfe der osmanischen Thronanwärter mit wechselnden Bündnissen ließ den Plan scheitern (25). Allgemein konnten sich die christlichen Herrscher nicht zu einer Konzentration ihrer verbliebenen Kräfte bewegen, die Chance der Vernichtung der Osmanen ging im kleinlichen, unerbittlichen Streit der unterschiedlichen Interessen verlohen.

Nachdem es Stefan nicht gelungen war ein unabhängiges serbische Königreich zu gründen unterstellte er ein Teil des serbischen Gebietes, darunter die Festung Belgrad, im Vertrag von Tata 1426 König Sigismund von Ungarn (Kaiser Sigismund von Luxemburg). Sigismund befestigte die Festungen und sammelte Truppen zum Kampf gegen die Osmanen, doch floh der König 1428 beim Eingreifen Murad II (1421 – 1446) zurück nach Ungarn. Georg Brankowitsch (1427 – 1456), der Nachfolger von Stefan, schloss daraufhin mit den Osmanen Frieden und kehrte als Vasall ins Reich zurück (26). Ebenso scheiterte der nächste Versuch der Ungarn (Unter dem Reisverwalter Johannes Hunyadi), die Osmanen aus Serbien zu vertreiben, in der zweiten Schlacht auf dem Amselfeld 1444 (27).

Danach rettete Georg Brankovic einen Rest serbischer Eigenständigkeit und behauptete sich bis 1456 durch kluge Politik in der Zwischenzone ungarischer und osmanischer Machtpolitik. 3 Jahre nach seinem Tod übertrug Lazar Brankovic die rest- lichen serbischen Gebiete um Smederevo an Stephan von Bosnien und siedelte auf ungarisches Gebiet. Diese Abmachung veranlasste Sultan Mehmed II (1444 – 1481) zum Eingreifen. Smederevo wurde 1459 kampflos an die Osmanen übergeben und damit endete die Souveränität Serbien (28).

Pax „Osmanica“ und der Auszug aus dem Kosovo

Das historisch serbische Gebiet wurde nach der Eroberung dem osmanischen Staat einverleibt und als Timargebiet aufgeteilt. Die verbliebenen Bauern wurden als christliche Minderheit (Raya) verwaltungstechnisch der griechisch-orthodoxen Kirche unterstellt, der eigenen Kirchenautonomie beraubt und vor allem als Reservoir für die „Knabenlese“ gebraucht. Gerade die Knabenlese und das damit verbundene Renegatenwesen erreichte Mitte des 16 Jh. seinen größten Einfluss in der oligarischen Verfasstheit des osmanischen Staates. In Erinnerung serbischen Kampfesmutes stiegen einige serbische Kinder über die Palastschule in die führenden osmanischen Positionen auf, bis selbst als Großwesir (29). Der Großwesire, Sokollu Mehmed Pascha z.B. investierte nicht nur in die Infrastruktur (30) der serbischen und bosnischen Gebiete, sondern entdeckte, einen leib- lichen Bruder im Kloster Milesevo bei Sebvi. Diesen erhob er, unter Protest des griechischen Partriachen in Konstantinopel, 1557 zum autokephalen Partriachen aller Serben mit Sitz in Pec (31).

Mit dem Niedergang des osmanischen Staates wurde auch Serbien im Zuge der Offensivkriege (1683 – 1699) der „Heiligen Liga“, nach der erfolglosen Belagerung von Wien im Jahre 1683 durch die Osmanen, in neue militärische Auseinandersetzun- gen hineingezogen. Da sich serbische Freiwillige (32) den österreichischen Truppen angeschlossen hatten, mussten die ser- bischen Siedlungsgebiete, die von den Osmanen im Zuge der Rückeroberungen wieder besetzt wurden, mit Repressalien rechen. Deshalb rief der Partriach Arsenije III Crnojevic die Serben des Kosovo 1690 auf, mit ihm auf kaiserliches Gebiet jenseits der Save und Donau zu siedeln. Unter Zusicherung der Glaubensfreiheit durch das österreichische Kaiserhaus wurden die Serben in die Militärgrenze integriert (33). Das entvölkerte Gebiet wurde durch den Nachzug hauptsächlich muslimischer Albaner wieder neu besiedelt (34). 1713 wurde Karlowitz Sitz des serbischen Partiarchen und nach dem Frieden von Belgrad 1739 zogen nochmals verbliebene serbische Familien aus den an die Osmanen vertraglich zugesicherten Gebieten südlich der Donau nach Slawonien. Damit wechselten die meisten Serben die Oberhoheit und begaben sich in die Abhängigkeit von Österreich-Ungarn, dass den Traum der Befreiung zweimal verwehrte und die traumatische Opferrolle der Serben somit bestätigte.

Nationalismus und Unabhängigkeit

Zusammen mit einem erwachenden romantisch-nationalen Volksbewusstsein und beginnenden sozialen Unruhen gegen die lokalen Unzulänglichkeiten und Missstände der osmanischen Verwaltung, entwickelte sich das serbische Selbständigkeits- betreben zu beginn des 19 Jh. 1817 kam es unter Einfluss Habsburgs und Russlands zu einer beschränkten Selbstverwaltung, die 1829 in eine förmliche Autonomie mündete und 1833 nochmals um Gebiete erweitert wurde (35). Der Führer der auf- ständischen Serben, Milos Obrenovic (1780 1839) erlangte nach Ermordung seines Gegners, des serbischen Freiheitshelden Djordje Petrovic genannt Karajordje (1762 – 1817) (36), den Fürstentitel durch die Osmanen. Somit wurde Serbien tributäres Fürstentum unter osmanischer Souveränität bis 1878. Danach selbständiges Fürstentum, 1882 Königreich und nach dem Ersten Weltkrieg 1918 führende Kraft im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Der Verselbständigungsprozess war ein überaus blutiger Weg, andauernder Kriege, Zerstörungen, Massaker und ethnischen Vertreibungen, die von allen Betei- ligten mit grausamer Härte geführt wurde. Dabei wurde Serbien immer durch die konkurrierenden Großmächte unterstützt und fast alle militärischen Siege bzw. Niederschlagungen durch die Osmanen am Verhandlungstisch mit den Großmächten zu ungunsten der Osmanen revidiert. Gerade diese sehr negative Erfahrung hat sich bis heute in das Bewusstsein der türkischen Nation in Bezug auf Nationalität und christliche Minderheiten eingeprägt und ist Grundlage für die durch Atatürk basierende neues staat- liches Bewusstsein (37). Gleichzeitig ist diese Phase der erneuten staatlichen Bildung für die Serbien von äußerster Wichtigkeit, da Sie immer durch Gewaltanwendung ihr Territorium bis 1918 erweitern konnten. Dabei spielte der verklärte Rückblick auf das serbische Mittelalter als Motivator der Eroberungen eine Entscheidende Rolle, da deren Verwirklichung im ethnischen Gemengelage auf dem Südbalkan auch immer auf Kosten anderer Nationalitäten gehen musste (38).

Erinnerungen an das Kosovo

Die neuen Nationalstaaten, die sich nach dem Ersten Weltkrieg herausbildeten, sahen sich ausnahmslos mit schweren sozialen und ethnischen Probleme konfrontiert, die sie aus eigener Kraft nicht lösen konnten. Erst das hegemoniale Auftreten der Achsenmächte Deutschland und Italien bot die Aussicht für den einen oder anderen Staat die Erfüllung seiner nationalen Interessen, doch auf Kosten des jeweils anderen (39). Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Supermächte USA und die Sowjetunion die Hegemonierolle auf dem Balkan. Dabei wurden zwar äußere militante Auseinandersetzungen vermieden, dafür wurden die gesellschaftlichen und politischen Vorstellungen der Supermächte den einzelnen Staaten ohne Rücksicht auf deren traditionellen Bedingungen aufgezwungen (40). Schon zum Ende der Herrschaft Titos begannen die Nationalitäten ihre in Jugoslawien 1974 (41) erlangten eingeschränkten Souveränitätsrechte auszudehnen. Spätestens mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stand Jugoslawien zwischen der Gefahr, zunehmender nationaler Verselbständigung oder der Verweigerung dieser Rechte und der damit verbundenen Gefahr die Kontrolle über die Entwicklung der autonomen Gebiete zu verlieren (42). Serbien als militärisch und politisch wichtigste Teilrepublik unternahm vergebens den Versuch, den Bundesstaat als Führungs- republik zu bewahren. Bald übernahmen auch in Serbien die nationalistisch gefärbten Politiker die Führung (43) und versuchten nun die Strategie der Schaffung zusammenhängender Siedlungsgebiete als Landmasse aus dem zusammenbrechenden Gebiet des Bundesstaates zu erhalten. Zuerst werden die beiden autonomen Gebiete Wojwodina und Kosovo Serbiens unterstellt, dann erfolgt, unter dauernden Auseinandersetzungen im Kosovo, die verwaltungstechnische Eingliederung und Auflösung der albanischen Verwaltung. Mit dem Einmarsch des jugoslawischen Bundesheeres in Slowenien (26.06.1991) beginnen die militärischen Kampfhandlungen bald auch in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und später im Kosovo (1999).

Der Kosovo Krieg 1999:         Nach dem Scheitern der Verhand- lungen von Ramboullit und Paris Februar/März 19999 versuchte die Nato durch Anwendung von Geawlt die sich abzeichnende humanitäre Katastrophe im Kosovo abzuwenden. Vom 24 . März an führte die NATO im Rahmen der Oparation Allied Force insgesamt 79 Tage lang Luft- operationen gegen die Bundesrepublik Jugoslawien durch. Die umstrittenen Luftangriffe wurde am 10. Juni 1999 ausgesetzt. Mit der UN-Resulotion 1244 wurde KFOR Kosovo Force mit der Aufgabe der Friedensimple- mentierung im Kosovo beauftragt.

Quelle: www.bundeswehr.de Der Weg zum KAFOR-Einsatz

Mit den Kämpfen brechen all die Probleme und offenen Rechnungen der einzelnen Nationalitäten auf und der Krieg wird in der Tradition eines verheerenden Bürger- bzw. Guerillakriegs geführt. Dabei spielt die jeweilige Unterstützung der kämpfenden Guerillaverbände in der Bevölkerung einen wichtigen und zusammen mit dem nationalen Anspruch einen entscheidenden Faktor (44). Dabei tritt der serbische Mythos vom Amselfeld, spätestens seit der 600 Jahrfeier im Kosovo (28.06.1989) durch die Serben als Manipulationsobjekt in den Blickpunkt der politischen Führung. Das gemeinsame Gefühl der Serben, sich in der Geschichte als Opfer zu sehen, verbunden mit dem ethnisch untermauerten Recht auf Selbstbehauptung, ebnete den Weg einer öffentlichen Propaganda, die Gewalttätigkeiten und Vertreibung, gerade vor dem Hintergrund des in Serbien lebendigen Bild der ewigen Verletzung nationaler Selbstachtung, ermöglichte. Dabei waren die Serben Täter und Opfer eines durch alle Nationalitäten übersteigerten Anspruches auf Verwirklichung ihrer Interessen und Europa bzw. die UN wurde mit einer Situation konfrontiert, deren Bewältigung den bisherigen Status Quo der Nichteinmischung in innenpolitische Streitigkeiten ab absurdum führte (45).

Da sich die Nato im Bosnienkrieg sowie im Kosovo-Krieg (46) militärisch engagierte wurde der alte osmanische Gegner der Serben, in Form der Türkischen Republik, von seiner religiösen und historischen Vergangenheit eingeholt. Sowohl in Bosnien als auch im Kosovo kämpften nicht nur Muslime deren Entstehung auf das Osmanische Reich zurück ging, sondern Serbien als historischer Feind auf dem Balkan erinnerte die Türkei an den eigenen nationalen Untergang eines ehemals glorreichen Staates und die damit verbunden bitteren Niederlagen in den Unabhängigkeitskriegen im 19 Jh. (47). So muss es als „Witz“ der Geschichte bezeichnet werden, dass ausgerechnet nach fast 600 Jahren türkische Soldaten seit 1999 wieder auf dem Boden des Kosovo stehen (48).

Schlusswort

Ganz sicher ist die Tatsache, dass die serbische Autonomie auf dem Amselfeld nicht unterging. Eigentlich wurde Serbien 1371 schon entscheidend geschlagen und bestand dann im Spiel der unterschiedlichen Kräfte mit wechselnden Allianzen bis 1459 weiter. Sicher ist auch die militärische Unterstützung der Osmanen zwischen 1389 bis 1402 und zwar in historischen Augen- blicken, Nikopolis 1396 und Angora 1402, die nicht allein durch den Zwang des Vasallenstatus erklärbar ist.. Serbien war nie die einzige Nation, die sich den Osmanen entgegenstellte, und es war nicht bereit, wie auch andere christliche Mächte, den inneren Streit und den religiösen Streit mit anderen Völker hinter den Abwehrkampf gegen die Osmanen zu stellen.

Für die heutigen Türken ist das Amselfeld eine mythische Zeit der Eroberungen eines einstmals bedeutenden islamischen Reiches. Serbien, dass sich selbst als Hauptbesiegten sieht, ist aber auch ein synonym eines christlichen Volkes, dessen Streben nach eigener nationaler Souveränität, nach türkischer Geschichtsschreibung, den Anfang vom Ende des Osmanischen Staates einleitete. Dennoch ist es bemerkenswert, das die türkische Außenpolitik, und damit die Eliten des türkischen Staates, es bis heute verstanden haben, die nationalistischen und religiösen Tendenzen in der Innenpolitik und den Medien zu widerstehen und den Mythos Amselfeld, der im kulturellen Gedächtnis der Türken vorhanden ist, nicht als Motivator seiner Politik zu instrumen- talisieren (49). Das ist und war ein entscheidender Unterschied im Umgang mit der Geschichte und in der Entwicklung eines kulturellen Gedächtnisses im Gegensatz zur Elite der Serben.

Anmerkungen und Literatur

  1 Hösch, Edgar: Geschichte der Balkan Länder. Von der Frühzeit bis zur Gegenwart. München 1999

  2. Gemeint ist hier nicht Großzupan Stefan Nemanja (1113-1199) der eigentliche Gründer der Nemanjidendynastie, sondern dessen Sohn.

  3. Ohme, Heinz: Das Kosovo und die Serbische Orthodoxe Kirche. Vortrag. Humboldt-Universität, Berlin 1999 S. 4

  4. Jirecek, Constantien: Geschichte der Serben. Bd. I (Geschichte der Europäischen Staaten Bd. 38) Gotha 1911 S.386

  5. Die griechischen Kleriker wurden aus dem Herrschaftsgebiet davongejagt.

  6. Hafner, Stanislaus: Studien zur altserbischen dynastischen Historiographie. (Südosteuropäische Arbeiten, 62) München 1964

  7. Jirecek, Op.cit., S. 422 ff.

  8. Es ist sehr zweifelhaft, ob sich dies wirklich ereignet hat. Richtig ist, dass Zar Uros V. Nemanjic am 04.12.1371 verstarb. In das serbische Volkslied ging aber die Version ein, wonach er auf Betreiben König Vukasin Mrnjavcevics ermordet wurde. Dies ist aber historisch gesehen unmöglich, da König Vukasin vor Zar Uros starb, nämlich, in der Schlach an den Cernomerski Lugovi (Marica) in der Nacht vom 28./29.09.1371.

  9. Jirecek ibid., S. 437 ff. Der Autor läßt seinen ersten Geschichtsband mit dem Jahr 1371 enden, weil er hier den Untergang des serbischen Könighauses sieht.

  10. Zur Einführung in die osmanische Geschichte. Matuz, Josef: Das Osmanische Reich. Grundlinien seiner Geschichte. Darmstadt 1985

  11. Papoulia, Basilike: Ursprung und Wesen der „Knabenlese“ im Osmanischen Reich. (Südosteuropäische Arbeiten, 59) München 1963

 12. Röhrborn, Klaus: Untersuchungen zur osmanischen Verwaltungsgeschichte. (Studien zur Sprache, Geschichte und Kultur des islamischen Orients Bd. 5 Hrsg. Spuler, B. Berlin 1973

  13. ibit.; S. 26 ff. (Timar ist persischen Ursprung und bedeutet “Vorsorge, Fürsorge” und hat die ähnliche Bedeutung wie das byzantinische “Pronoia” sowie mit dem seldschukischen “Iqta”.)

  14. Die orthodoxe Kirche und der Islam, siehe  Hösch, Op. Cit., S. 97 ff.

  15.  Recht der nichtmuslimischen Einwohner auf eigene Rechtsprechung. Siehe Becker, Uwe: Das osmanische „millet" System. Ursprung, Wandel und Zerstörung einer politischen Idee, in:  Istanbul Post vom 09.03.2002

  16. Die Darstellung ist hier etwas vereinfacht. Nach dem Tod des letzten Zaren gab es einige serbische Fürsten, die um einiges mächtiger waren, als Fürst Lazar. So z.B. Nikola Altomanovic, ein junger und ambitionierter Fürst, der sich allerdings in kurzer Zeit mit Fürst Lazar, dem bosnischen Banus Trvtko und auch mit Djuradj Stracimirovic-Balsic anlegte. 1375 sahen sich Lazar und Tvrtko zu einer gemeinsamen Aktion gegen Nikola Altomanovic genötigt, schlugen diesen mit gemeinsamen Kräften und teilten seine Gebiete untereinander auf. Nach dem erfolgreichen Feldzug gegen Nikola Altomanovic, schlug Fürst Lazar seinem Verbündeten Banus Tvrtko vor, die serbischen Krone anzunehmen und so einen Versuch zu starten, das zerstrittene serbische Reich neu zu einen. Fürst Lazar selbst wollte die Königskrone nicht annehmen, da er kein Nachkomme der Nemanjiden war, obwohl seine Frau Milica eine Nachfahrin des ältesten Sohnes des Stefan Nemanja, nämlich Herzog Vukan Nemanjic, war.
Der erste serbische Bischof, Sava Nemanjic, verkündete seinerzeit einen Verdammnisspruch über jeden, der es wagen sollte, die serbische Königskrone anzunehmen, ohne aus dem Hause der Nemanjiden zu sein. Da Sava bald nach seinem Tod zum Nationalheiligen erhoben wurde und sein Kult bei den Serben bis heute sehr ausgeprägt ist, wollte sich Fürst Lazar nicht am Heiligen Sava vergehen.
Anders Banus Tvrtko...seine Großmutter, die Frau von Stefan I. Kotromanic, war eine Tochter des serbischen Königs Stefan Uros II. Dragutin. Da er so quasi eine Abstammung von den Nemanjiden aufweisen konnte, war er ein Kandidat auf die Krone. Die Krönung fand dann, fast schon notwendigerweise, am Grab des Heiligen Sava im Kloster Milesevo 1377 statt. Faktisch aber hatte König Tvrtko in Serbien keine Regierungsgewalt, die lag bei Fürst Lazar.

  17. Zum Ablauf der Schlacht, siehe: Miksch, Hans: Der Kampf der Kaiser und Kalifen. Ungarn zwischen Kreuz und Halbmond Bd. 2. Koblenz 1990 S. 197 ff. sowie Hösch, Op. cit., S. 80 und zu den sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen, Werner, Ernst: Die Geburt einer Goßmacht – Die Osmanen (1300-1481, Ein Beitrag zur Genesis des türkischen Feudalismus. 4 Aufl. Wien 1985 (17a ) Die Militärhistoriker der Uni Belgrad sind sich darin einig, dass Lazar auf dem Amselfeld nicht mehr als 25.000 Soldaten hatte, während die Osmanen eine Streitmacht von ca. 40.000 Mann ins Feld führten.

  18. Zur Problematik der genauen Datierung, Miksch, Op. cit., S. 197

  19. Jirecek, Op. cit., Bd. 2 erste Hälfte S. 120 ff. sowie Lachmann, Renate: Memoiren eines Janitscharen oder Türkische Chronik. (Slavische Geschichtsschreiber Bd. 8) Graz 1975 S. 80 ff.

  20. Zu den osmanischen Quellen,  Giese, Friedrich: Die altosmanischen anonymen Chroniken, Teil II (Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes Bd. 17, Hrsg. DMG) Leipzig 1925 S. 36 ff. sowie Kreutel, Richard: Vom Hirtenzelt zur Hohen Pforte. Frühzeit und Aufstieg des Osmanenreiches nach der Chronik „Denkwürdigkeiten und Zeitläufe des Hauses Osman“ von Derwisch Ahmed, genannt Asik Pascha Sohn. (Osmanische Geschichtsschreiber Bd.3, Hrsg. Kreutel, R.) Graz 1959 S. 94 ff und Kreutel, Richard: Leben und Taten der Türkischen Kaiser. Die anonyme vulgärgriechische Chronik Codex Barberinianus Graecus 111 Anonymus Zoras. (Osmanische Geschichtsschreiber Bd. 6) Graz 1971 S. 28 ff. Übrigens wurde seit dieser Zeit kein ausländischer Botschafter, ohne zwei Paschen die diesen festhielten, bei einer Audienz des Sultans, vorgelassen.

  21. Die Serben wurden als „vojnuci“ in das osmanische Herr eingegliedert, Werner, Op. cit., S. 215

  22. Baum, Wilhelm: Kaiser Sigismund. Konstanz, Hus und Türkenkriege. Graz 1993 S. 38 ff.

  23. Miksch, Op. cit., S. 208 ff.

  24. Jirecek, Op. cit., Bd. 2 erste Hälfte S. 137 sowie Werner, Op. cit., S. 189 und Giese, Op.cit., S. 54/55 sowie Kreutel, Vom Hirtenzelt zur Hohen Pforte. Op. cit., S. 113 und Miksch, Op. cit., S.  220

  25. Während der Despot 1408 gegen Bosnien kämpfte, verbündetet sich sein Bruder Vuk Lazarevic mit den osmanischen Thronanwärter Suleiman und verwüste serbisches Gebiet, Werner, Op. cit., S. 198 ff. siehe auch die Flucht des osmanischen Thronanwärter Musa an den serbischen Hof, Giese, Op. cit., S. 70

  26. Baum, Op. cit., S. 213

  27.  Jirecek, Op. cit., Bd. 2 erste Hälfte S. 185 ff. (27a) Genau genommen die dritte Schlacht auf dem Amselfeld. Die zweite wurde 1413 geführt, in der Fürst Stefan Lazarevic das Heer des osmanischen Sultans Suleyman, des ältesten Sohnes Bayazids, schlug und so aktiv in den osmanischen Bürgerkrieg eingriff.

  28. Hösch, Op. cit., S. 82

  29. Es handelt sich hier um den bedeutenden Großwesir Sokollu Mehmed Pascha unter Selim II, der im sebisch-bosnischen Grenzgebiet in Sokolowitschi geboren wurde. Siehe hierzu Jorga, Nicolae: Geschichte des Osmanischen Reiches Bd. 3 Neudr. D. Ausg. Gotha 1910, Frankfurt 1990 S. 165 ff.

  30. Als berühmtes Beispiel sei hier an die Brücke über die Drina 1571 erinnert deren Geschichte von Ivo Andric sehr beindruckend in seinem Roman geschildert wurde. Andric, Ivo: Die Brücke über die Drina. 7 Aufl. München 1995

  31. Hösch, Op. cit., S. 97

  32. Zur Partisanenproblematik, Wiener, Friedrich: Partisanenkampf am Balkan. Die Rolle des Partisanenkampfes in der jugoslawischen Landesverteidigung. 2 Aufl. Wien 1987

  33. Hösch, Op.cit., S. 107 ff.

  34. Ohme, Op. cit., S. 7 ff.

  35. Hösch, Op. cit., S. 164 ff.

  36. Wiener, Op. cit., S. 17 ff.

  37. Becker, Uwe: Flucht und Vertreibung. Osmanisch muslimische Flüchtlingsbewegungen in und aus den Balkanprovinzen zwischen 1814 - 1926 und in die türkische Republik zwischen 1923 – 1991, in: Istanbul Post 20.04.2002 sowie Becker, Uwe: Das osmanische „millet“ System. Ursprung, Wandel und Zerstörung einer polirischen Idee, in: Istanbul Post 09.03.2002

  38. Hösch, Op. cit., S. 164

  39. ibit., S. 222 ff.

  40.  ibit., S. 246 ff.

  41.  Jugoslawien bestand als Bundesstaat aus den Teilrepubliken Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien sowie aus den zwei autonomen Gebieten Wojwodina und Kosovo-Metohija. Tito starb am 04.05.1980 mit in den ausbrechenden Unruhen im Kosovo.

 42. Wiener, Op.cit., S. 225

 43. Slobodan Milosevic wird am 08.05.1989 Präsident der serbischen Teilrepublik.

 44. Wiener, Op. cit., S. 148 ff.

 45. Ohme, Op. cit., S. 17

 46. Schlegel, Dietrich: Die Rolle der Türkei während der Konflikte in Ex-Jugoslawien, in: Zeitschrift für Türkeistudien, Hrsg. ZfT, Bd. 2/99 Leverkusen 2000 (S. 257 – 270)

 47. ibid., S. 265

 48. Scholl-Latour, Peter: Allahs Schatten über Atatürk. Die Türkei in der Zerreißprobe.  München 2001 S. 455 ff.

 49. Schlegel, Op. cit., S. 270

*Die in rot gehaltenen Anmerkungen gehen freundlicherweise auf eine kritische Korrektur von Herrn M.A. Milan Skondric (Historiker) zurück.

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