Osmanisches Reich
Osmanisches Reich

Die osmanische Marine

Astrolab

1. Von der Seeräuberei zur Truppenverladung



Je weiter sich die Eroberungen der osmanisch-türkischen Stammeskrieger ausdehnten je mehr wurde das Reich durch das Meer begrenzt. Dabei trafen die Osmanen auf mit der Seefahrt erfahrenen Menschen die seit der Antike diesen Bereich als Handelsweg, aber auch zur Seeräuberei nutzten. Schon die türkischen Vorgänger, die Seldschuken, nutzten die Seeerfahrung der Küstenbewohner und bauten zwischen 1081 und 1272 kleine Arsenale in Efes, Izmir und Alanya. Danach unterblieb ein zentral gelenkter Flotten- bau und nur die türkischen Beyliks im frühen 14. Jh. bauten insbesondere zur Seeräuberei kleine Karperflotten. Die Osmanen erkannten schon früh, dass eine Flotte von Schiffen zur Truppenverladung bei den Expansionen alleine schon durch die geographische Lage nötig war. Mit der Hafenstadt Gelibolu entstand schon früh ein ausgezeichneter Platz als Marine- arsenal, der noch unter der Regierung Bayezids I (1389-1402) ab zirka 1390 als Flotten- basis ausgebaut wurde. Dennoch lag die Hauptlast bei den Truppenverladungen im 14.Jh. und bis Mitte des 15.Jh. bei griechischen und italienischen Schiffseignern. Gelibolu wurde nun, gleichfalls wie die Landstreitkräfte, als Lehen vergeben. Somit wurden die langsam hinzukommenden Inseln und Küstengebiete in Militärpfründe umgewandelt und dienten der Finanzierung der Flotte. Gelibolu wurde osmanische Provinz (Sancak) und deren Stadthalter (Sancakbey) wurde zum Oberbefehls- haber (Kaputan Pascha) der Seestreitkräfte. Die seemännische Besatzung setzte sich vor allem aus levantinischen Mannschaften zusammen. Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass bis Heute seemännische Fachausdrücke in der osmanischen und türkischen Marine italienischer Herkunft sind. Die soldatische Besatzung bestand aus Asaben (zum Teil besoldete irreguläre Infanterie) und Janitscharen (Zentraltruppen) sowie Spahi (Militärlehen aus dem Sandcak Gelibolu). Als Ruderer dienten Kriegsgefangene oder Straftäter. Die Schiffbautechnik selbst richtete sich nach den Schiffs- typen der führenden Seemächte, insbesondere Venedig und Genua, die bis zur Eroberung von Konstantinopel wichtigsten Truppenverschiffungspartner waren. Mehmed II (1451-1481) erkannt schon recht früh die Notwendigkeit einer eigenen Flotte und begann mit dem Aufbau derselben als Vorbereitung seiner Belagerung von Konstantinopel. Bei der Eroberung von Konstantinopel 1453 spiele die Flotte zum ersten Mal eine zwar militärisch nicht ganz so große, aber psychologisch bedeutende Rolle. Das Übersetzen der Flotte vom Bosporus ins Goldene Horn über Land schuf eine neue Front im Belagerungsring und führte letztendlich zum Sieg über Byzanz. Gleich nach der Einnahme der Stadt wurden die byzantinischen Arsenale erneuert und nach der Eingliederung des genuesischen Stadtteiles Galata ein neues Arsenal am Goldenen Horn gebaut. Die neue Flotte ermöglichte Mehmed II die Eroberung der Insel  Euböa 1470 und zeigte somit zum ersten Mal die maritime Fähigkeit des Osmanischen Reiches. Ebenso kamen die Eroberungen der Inseln Imbros, Thasos, Samothrake, Lemnos und Lesbos hinzu. Das Maritime Unternehmen der Belagerung von Rhodos 1480 hingegen scheiterte. Gleichfalls erfolgreich erfolgte die maritime Landung 1475 auf der Krim. Es war Selim I (1512-1520) der den Bau des Istanbuler Arsenals vorantrieb und dazu das Glück hatte einen fähigen Kapudan Pascha in Piali Pascha zu finden. Piali Pascha war ein levan- tinischer Renegat der es verstand, aus den organisatorischen und finanziellen Mittel, die das os- manische Reich für die Flotte zur Verfügung stellte, eine erste ernstzunehmende Flotte aufzubauen. Unter ihm änderte sich die Flotte von einer bis dahin eher passiver und vor allem als Truppen- transport verstandener Flotte zu einer auch operativen maritimen Streitmacht.

Hayreddin Barbarossa (1466-1546)

2. Die Eroberung des Mittelmeeres


Ende des 15.Jh. wurde das Schwarze Meer (Kara Deniz) endgültig Herr- schaftsgebiet der osmanischen Flotte. Bis zur Mitte des 16 .Jh. folgte das Weiße Meer bzw. östliche Mittelmeer (Ak Deniz). Diese Leistung erbrachte ein für die osmanische Marine herausragender Mann zustande, sein Name war Hayreddin Barbarossa. Hayreddin wurde 1466 auf Lesbos geboren und begann seine maritime Laufbahn zusammen mit seinem Bruder als Seehändler und bald auch als Seeräuber. Dabei stieg er zum Anführer einer sich vor allem aus nordafrika- nischen Seeräuber zusammensetzenden Flotte auf. Durch die Eroberung von Algier 1515 verschaffte sich Hayreddin eine territoriale Basis, von wo aus er den Seekrieg nun auch gegen stärkere Gegner aufnehmen konnte. Diese Ge- gner, allen voran Spanien, der Vatikan aber auch die Malteser zwangen Hay- reddin zu einem Hilfegesuch an Selim I. Algier wurde dem osmanischen Reich 1516 unterstellt und Selim I schickte Truppen, Waffen und Geld. Sultans Süleyman I (1520 -1566) nutzte am Anfang seiner Herrschaft erneut die Flotte als maritime Einheit zur Eroberung von Rhodos 1522 und bald erkannte er die Fähigkeiten des erfolgreich operierenden Hayreddin. Diesen ernannte er 1533 zum Oberkommandierenden der Flotte und vereinte somit die eigene osmanische Flotte mit der der nordafrikanischen Flotte der Barbareskenstaaten (Tunis wird 1535, Lybien 1555 osmanisch). Hayreddin nutzte diese Gelegenheit, und nach drei Jahren verfügte die osmanische Flotte über 280 Kampfschiffe im Mittelmeer. Die Osmanen eroberten die Inseln Nio, Zea, Naxos, Skiatos, Skiros, Tinos, Andros, Karpatos und Kandeleusa. Ebenso wurden die italenischen Küsten und die Balearen überfallen und verheert, nur die Belagerung von Korfu misslang. Diese Erfolge riefen den deutschen Kaiser Karl V als Gegenspieler, nicht nur im Landkrieg im Abwehrkampf von Habsburg gegen Süleyman I auf den Plan, auch im Mittelmeer prallten die beiden Weltmächte nun aufeinander. 1538 stießen die osmanische und spanisch-päpstliche-venezianische Flotte vor Prevesa aufeinander. Obwohl der genuesische Admiral Andrea Doria fast die doppelte Anzahl an Schiffen hatte siegte Hayreddin durch Ausnutzung der christlichen Uneinigkeit und Zögerlichkeit. Es war der größte Seesieg der Osmanen und der Beginn einer mehr als 30 jährigen, unangefochtenen Herrschaft im Mittelmeer. Diese Dominanz wurde noch durch ein Bündnis zwischen Süleyman I und König Franz I von Frankreich dahingehend gesteigert, dass 1543 die osmanische Flotte in Toulon überwinterte, nachdem sie erfolglos Nizza belagerte. Nach Raubzügen an der spanischen und italienischen Küste kehrte die Flotte 1544 nach Konstantinopel zurück. Hayreddin starb 1546 auf dem Höhepunkt der osmanischen Macht im Mittelmeer. Dennoch setzte sich die Reihe von fähigen Flottenkommandierende bis gegen Ende des 16. Jh. fort. Darunter so fähige Kapudan Paschas wie Piri Reis, Eroberer von Aden 1548 und bekannt wegen seinem Seeatlas und Piyale Pasch (Eroberung von Chios) oder Dragut Pascha (Belagerung von Malta 1565), um nur einige zu nennen.



Marine Janitschar 16.Jh.

3. Die Donauflotte


Mit der Eroberung von Buda 1541 wurde die Donau zum wichtigsten Trans- portweg bei der Versorgung der osmanischen Armee auf dem Balkan. Dabei stellten die Landkreise (Kazas) an der Donau den wichtigsten Beitrag zur Donauflotte. Sie waren Zuständig für den Ausbau, die Versorgung und den Transport der Donauflotte, sowie für die Bemannung der Schiffe. Oberbe- fehlshaber der Flotte war der (Tuna kaudani) der über die Fahrzeuge der Donau, Save, Drine, Drav und Morava verfügte.
 
Dabei gab es drei unterschiedliche Schiffstypen: 1. Transportschiffe (zahire gemileri), 2. Fähren (gecid gemileri) und 3. Bewaffnete Fahrzeuge (sayka). Die Rudermanschaften wurden in der Hauptsache durch tributpflichtige Wal- lachen gebildet. Während den Feldzügen Sultan Süleyman I umfasste die Donau- flotte zirka 250 Transportschiffe und Fähren und zirka 50 Kampfschiffe zum Schutz der Flotte. Zusätzlich wurden zur Lebensmittelversorgung der Armee noch private Schiffe angeworben die vor allem Korn, Gerste, Heu, Holz und Schafe transportierten. Die Donauflotte entstand im 15.Jh. und endete 1877/78 mit dem Russisch-Türkischen Krieg. Gerade im letztgenannten Krieg vertraute die osmanische Heerführung auf eine starke und reichhaltige Donauflotte. Die Flotte bestand damals aus 6 gepanzerten Kanonenbooten mit zwei Geschützen mit je 12 cm Kaliber und 17 ungepanzerten Schiffen, sowie 3 Hilfsdampfer der türkischen Donau- dampfschifffahrts-Gesellschaft, also alles in allem zirka 26 Schiffe mit einer Besatzung zwischen 800 und 1.000 Tsd. Mann. Dennoch verhinderte die Flotte weder den Aufmarsch noch den Übergang der Russen und Rumänen über die Donau und wurde zum Ende des Krieges zerstört oder an die Siegermächte übergeben.


Seeschlacht von Lepanto 1571

4. Militärischer und technischer Niedergang der Flotte


Mit der maritimen Invasion und der Eroberung von Zypern 1570/71 forderte Sultan Selim II (1566-1574) erneut die Venezianer und ihre Verbündeten zu einer maritimen Seeschlacht heraus. Tatsächlich gelang es Venedig eine sogenannte (Heilige Liga) zu bilden. Dieses Bündnis vereinte spanische, päpstliche, genuesische, venezianische, maltesische und eine Vielzahl an europäischen Ländern zu einem der grössten Flottenunternehmung im Mittelmeer. Die letzte und grösste Galeerenschlacht der Geschichte endete am 07.Oktober 1571 in der vollständigen Vernichtung der osmanischen Flotte bei Lepanto. Diesmal kämpften die Verbündeten unter einer einheitlichen Führung und sie konnten durch Einsatz neuer Schiffstypen, den sogenannten Galeassen, ihre Feuerkraft erheblich steigern und waren damit den osmanischen Galeeren überlegen. Nach dem Sieg zerstreute sich die zu- sammengewürfelte christliche Flotte und dem einzigen überlebenden osmanischen Kommandanten Ochiali Pascha gelang es bis zum Sommer 1572 eine neu osmanische Flotte unter seinem Ober- befehl aufzubauen. Trotzdem reichte die Qualität der neuen Schiffe und vor allem die Qualität der Besatzungen nicht mehr an das Niveau der Flotte Mitte des 16.Jh.. Schlecht abgelagertes Bauholz, stupider Nachbau von Galeerenschiffen die, wie sich in der Schlacht von Leponto gezeigt hatte, nicht mehr dem aktuellen Zeitgeist entsprachen, ließen die Flotte langsam veralten. Zwar hatten die Osmanen nochmals kleinere Erfolge im 17. Jh., insbesondere durch die maritime Invasion und Eroberung von Kreta 1645 dennoch nahm die offensiv Fähigkeit im östlichen Mittelmeer rapide ab und die Umrüstung der Flotte 1681 auf den Galeonenschiffstyp brachte nur eine Verlängerung des technischen Rückstandes einer ehemals siegreichen und modernen Flotte.

Marine Officier 19.Jh.

5. Der Versuch einer neuen Flotte und das Ende Anfang des 19.Jh.


Mit dem allgemeinen Niedergang des osmanischen Heeres zum Ende des 18.Jh. lag auch der Aufbau und die Pflege der osmanischen Schiffsarsenale am Boden. Weder hatte man für die modernen Schiffsbau- technicken die nötigen Handwerker und das dazu gebräuchliche Wissen noch war man in der Lage die nun aus Frankreich und England angekauften neue Schiffe mit seetauglichen Besatzungen zu bestücken. Massgeblich am Aufbau einer neuen Flotte war Sultan Mustafa III (1757-1774) und sein fähiger Großwesir Ragip Pascha (1757-1763). Dabei wurde die erste modernen osmanische Seefahrtingenierschule 1773 in Istanbul gegründet. Bezeichnend ist hier die Tatsache, dass der erste Leiter der Schule Hasan Pascha aus Algerien stammte. Es gelang innerhalb von zirka 12 Jahren eine moderne Flotte bestehend aus Linienschiffen und Fregatten aufzubauen die dennoch in der Schlacht von Cesme 1770 durch die russische Nordseeflotte vollständig vernichtet wurde. Dennoch ließen sich die Osmanen nicht entmutigen und bauten unter Selim III (1789-1807) erneut eine Flotte auf.  Gleichzeitig entstand unter dem neuen Herrscher von Ägypten, Muhammed Ali, eine modere an französischen Vorbildern orientierte Flotte. Muhammed Ali gelang es in einer beispiellosen Reformtätigkeit, sich quasi vom Osmanischen Reich zu lösen und eine moderne und schlagkräftige Armee in Ägypten aufzubauen, der es gelang die englische Besetzung  von Ägypten 1807 zu verhindern. Als es der osmanischen Zentralregierung 1822 nicht gelang, die griechischen Aufständischen auf der Peloponnes militärisch zu besiegen, wurde die ägyptische Armee und Flotte zur Hilfe gerufen. Diese beendete innerhalb kurzer Zeit jeglichen militärischen Widerstand und vereinigte seine Flotte mit der osmanischen Flotte. Infolge des Ausbruchs von kriegerischen Ereignissen mit Russland 1827 befand sich die vereinigte osmanisch- ägyptische Flotte im Golf von Navarino. Dort wurde sie ohne offizielle Kriegserklärung durch eine vereinte englisch-französische und russische Flotte 1827 vollständig vernichtet. Nach dieser Niederlage ging man daran die neuen Seekadeten, nach dem Vorbild von Ägypten, als Stipendiaten in europäische Staaten zu entsenden. Dennoch gelang es nicht das nötige maritime Wissen in der osmanischen Flotte (Osmanische Marine 1828-1922) aufzubauen, da sich die Bildung nur auf die Führung, nicht aber auf die Mannschaften bezog. Die neue Flotte wurde zu Beginn des Krimkrieges in Sinope 1853 von der russischen Schwarzmeerflotte gestellt und im Hafen vernichtet. Damit war auch der zweite Versuch einer neuen Flotte beendet und es sollte erst nach 1860 ein neuer und erfolgreicher Versuch unternommen werden.

Matrose 1914

6. Mesopotamien die osmanische Flotte auf Euphrat und Tigris


Das erste osmanische Marineschiff erreichte 1837 Musul und eröffnete somit die Geschichte der osmanischen Marine in diesem östlichen Teil des Osman- ischen Reiches. Dennoch dauerte es bis 1860, bis die ersten osmanischen Dampfschiffe zur Verteidigung des Schatt al-Arab nach Basra gesandt wurden. Mit der jungtürkischen Revolution 1908 gelang es 6 Motorkanonen- boote sowie einige Hilfsdampfer aufzustellen und 1909 einen eigenen Flottenverband mit zusätzlichen Transportschiffen und Fähren aufzubauen. Doch konnte die erfolgreiche maritime Landung und der Einsatz der eng- lischen Golfflotte im November 1914 nicht verhindert werden. Im Sommer 1915 begann deutsches Marinepersonal die Koordination der Flotte auf Euphrat und Tigris zu übernehmen. Aufgabe war die Sicherung, Organisation und der Betrieb eines Flußetappendienstes auf dem Euphrat zur Versorgung der Armee, sowie der Aufbau einer Euphrat und Tigris Flusskampftruppe. Dazu wurden zwei Flusswerften in Birecik und Crablus 1916 aufgebaut und Motor- boote aus Deutschland importiert. Während den Gefechten in Mesopotamien wurde Kanonenboot (Gambotu), 2 Flusskanonenboote (Nehir Gambotu) und 7 Motorkanonenboote (Motorgambotu) sowie 10 Transportdampfer (Vapuru) und 5 Schlepper (Römorköru) eingesetzt. Trotzdem wurden die Osmanen in Mesopotamien besiegt und die Reste der Flotte zur Kapitulation am 03.November 1918 aufgegeben.



Marine Offizier 20.Jh.

7. Der neue Aufbau einer modernen Flotte und der Erste Weltkrieg

 

Sultan Abdul Aziz (1861-1876) begann erneut den Aufbau einer osmanischen Flotte in dem er eine neue Marineschule für Seeoffiziere 1864 in Istanbul gründete. 1867 wurde die Flotte neu organisiert und der Flottenkommandierende in Marineminister umbenannt. Diese Marineministerium hatte bis 1922 bestand und bildetet dann die Grundlage für die heutige türkische Marine. 1890 gelang nun folgerichtig der Aufbau eines Marienekorps und die Modernisierung der osmanischen Arsenale in Istanbul, Gelibolu und Izmir. Ab 1909 organisierte ein britischer Admiral den Ausbau der Flot- te und den Ausbau des moderneren Kriegshafen in Istinye. Die neuen Aufgaben im türkisch-italienischen Krieg 1911 bis 1912 und dem ersten Balkankrieg 1912 bis 1913 waren die Versorgung der Armee mit Hilfsgüter, die Funktion als Truppen- transporter und die Verteidigung der Dardanellen sowie des Bosporus, eine offen- siv Funktion kam nicht in Frage. Diese Politik der defensiven Sicherung änderte sich auch nicht unter der Führung der Flotte ab August 1914 durch die Deutsche Marine. Am 16.August.1914 wurde der deutsche Konteradmiral Wilhelm Souchen Flotten- chef (Donanma Komutan) zusammen mit den Tugadmiral Arif Ahmet. Die deutsche Mittelmeer- division (MMD) übernahm mir seinen neuen Schiffen, dem grossen Kreuzer GOEBEN (Yavuz Sultan Selim) und dem kleinen Kreuzer BRESLAU (Midilli), nun die Kommandogewalt der osmanisch-deutschen Flotte. Die ersten Erfolge der osmanischen Flotte lagen in der erfolgreichen Vermienung der Einfahrt zum Bosporus und der Dardanellen. Damit wurde der Alliierte Seeangriff am 07. Mai 1915 in den Dardanellen (Canakkale) gestoppt und die Alliierten zu einer Landoperation gezwun- gen. Die Landung endete am 20. Dezember 1915 mit dem Abzug und der Niederlage der Alliierten. Desweiteren wurde die Flotte zu Truppentransporten im Kaukasusgebiet genutzt, zum Schutz der Kohletransporte und zur Abwehr der russischen Schwarzmeerflotte, die 1917 kapitulierte. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Flotte an die Alliierten ausgeliefert, bestand aber noch bis zur Ausrufung der Türkischen Republik 1922 dem Marinemisterium. Die letzten osmanischen Schiffe wurden 1950 und 1953 aus der türkischen Marine ausser Dienst gestellt.

Literaturauswahl

Beeching, Jack: Don Juan d`Austria. Sieger von Lepanto, Müchen 1983

 

Chandler, David G.: Malta 1565. Last Battle of the Crusades, (Orsprey Campaign 50) Oxford 1998

 

Crowley, Roger: Entscheidung im Mittelmeer. Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580


Hammer, Joseph v: Die osmanische Seemacht, in: Staatsverfassung und Staatsverwaltung des Osmanischen Reichs, Wien 1815 Nachd. Hildesheim 1977 S. 279-372

 

Güleryüz, Ahmet: Kadirgadan Kalyona Osmanlida Yelken. Mikyas-i Sefain (Ottoman Sailings Ships From Galleys to Galleons. Particulars of Ships and Their Equipment, Istanbul 2004


Haythornthwaite, Philip J.: Gallipoli 1915. Frontal Assault on Turkey, (Osprey Campaign 8) London 1991

 

Konstam, Angus: Lepanto 1571. The greatest naval battle of the Renaissance, (Osprey Campaign 114) Oxfort 2003


Langensiepen, B./Nottelmann, D./Krüsmann, J.: Halbmond und Kaiseradler. Goeben und Breslau am Bosporus 1914-1918, Hamburg 1999


Lo Jacono, Claudio: Piraten und Korsaren im Mittelmeer, in: Mohammed in Europa.1300 Jahre Geschichte, Kunst, Kultur (Hrsg.) Gabrieli, Francesco, Augsburg 1997 S. 193-207


Murphey, Rhoads: Ottoman Warefare 1500-1700, New Jersey 1999


Riesterer, Winfried: Die osmanische Seestreitkräfte, in: Türkische Kunst und Kultur aus osmanischer Zeit. Ausstellungskatalog, Recklinghausen 1985 S. 67-69

 




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