Osmanisches Reich
Osmanisches Reich

Geschichten, Schiffstypen und Seeschlachten.

Osmanische Galeeren im Seegefecht 16 Jh.

Vom Beginn bis zum Ende der osmanischen Marine

 

Obwohl die eigentliche Stärke der islamischen Sta- aten rund um das Mittelmeer bei den beritten Land- streitkräfte lag, spielte das Marinewesen einen nicht zu unterschätzenden Faktor. Vielleicht oder gerade durch die militärische Nutzung des Wissens der Mittelmeerbewohner die auf ein langes Seewesen seit der Antike zurückschauten.

 

Betrachten wir das Römische Reich in der Spätantike so erkennen wir das nicht der Landhandel Reichtum und politische Macht erzeugten, sondern die Beherrschung der Seehandelsrouten und Handelszentren war der eigentliche wirtschaftliche Rückhalt des römischen Imperium. Mit dem Zusammenbruch der Schifffahrtsruten verlor auch der Seehandel seinen Einfluss und es begann die Zersplitterung der Mittelmeerwelt. Dennoch gelang es einigen Staaten, einen profitablen Seehandel aufzubauen, insbesondere die italienischen Seerepubliken wie Venedig und Genua. Andere Staaten oder Gebiete bereicherten sich an der Seeräuberei, gerade der führenden Seemächte. Aus dieser Seeräuberei entstammte auch der Kern der osmanischen Flotte, da es nicht Sache der türkischen Stammeskrieger war auf See zu kämpfen. Insbesondere die tolerante religiöse, aber auch politische Haltung der Sultane im 15.Jh. gepaart mit dem Sinn für effektive Entwicklungen im Bereich moderner Waffentechnik erlaubten es den Osmanen, diejenigen Spezialisten in ihren eroberten Gebieten zu finden welche Aussicht hatten, auch auf See erfolgreich zu sein. Anfangs erfolgte die Befehlsstruktur und Taktik gleichsam einer Landstreitmacht, so war man ja an Land bisher erfolgreich, doch man löste sich bald von der Gleichheit der Waffengattungen und hatte damit

Die Amerikakarte von des Piri Reis vom Anfang des 16 Jh..

Erfolg. Mehmed II schaffte es bei der Belagerung von Konstan- tinopel nicht die Stadt von der Seeversorgung abzuschneiden. Erst sein genialer Einfall die Schiffe vom Bosporus ins Goldene Horn zu schleppen brachte den erhofften Erfolg. Dennoch war es keine maritime, sondern eine Landstrategie, die die Belagerten zur Verlängerung und damit Ausdünnung ihrer Linien zwang. Mehmed II setzte die Flotte als Transportmittel ein, nicht aber als selbständiger Heeresteil. Erst sein Enkel Selim I erkannte die Eigenständigkeit der Flotte und löste die Taktik der Flotte aus den türkischen Vorstellungen, in dem er Renegaten zu komman- dierenden Befehlshabern ernannte und die osmanische Marine blühte auf.

 

Die Osmanen waren zu Anfang des 16 Jh. kartentechnisch auf der Höhe ihrer Zeit. (Amerikakarte des Piri Reis) Dennoch lag es nicht in ihrem Interesse andere Welten zu Endecken oder Gebiete ausserhalb des Mittelmeeres zu bereisen. Selbst den Seehandel Überliesen sie Levantinern bzw. nordafrikanischen Korsaren oder italienischen Händlern.

Die Seeschlacht von Prevesa 1538

Prevesa am 27/28. September 1538

Im Sommer 1537 kam es erneut zu einem Krieg zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich. Die Kampfhandlungen begannen mit dem Angriff auf die Insel Korfu am 25. August 1537. Bedingt durch un- zureichende Truppen und schlechtem Wetter wurde die Belagerung am 14. September abgebrochen. Dennoch gingen die Kämpfe im Archipelagus weiter. Begrenzte Land- und Seestreitkräfte eroberten die Inseln Syra, Stamalia, Pathmos und Naxos. Venedig hatte inzwischen eine Liga zwischen Papst und Karl V, geschlossen die eine maritime Vereinigung der Flotten vorsah. Im Sommer sammelten sich 81 venezianische, 13 päpstliche und  30 spanische Galeeren, also 124 Kampfschiffe und einige kleiner Versorgungsschiffe bei Korfu.

Seesieg von Prevesa 1538

Auf osmanischer Seite zog Hayreddin Barbarossa teile der osmanischen Flotte und seine Piratenkontingente zusam- men. Zur Versorgung wählte er Prevesa, dass am Eingang zum Golf von Ambrakikos liegt. Zögerlich segelten die christlichen Schiffe der Liga von Korfu nach Süden und stiessen am 27. September auf die Vorhuten der osm- anischen Flotte. Nach kurzem Gefecht zog man sich zurück und wartetet auf den nächsten Tag. Am 28. September stellten sich die christlichen Kampfschiffe vor Prevesa in eine Reihe auf und begannen den Angriff unter Gianandrea Doria.


Die zahlenmässig unterlegene Flotte von zirka 110 osmanischen Kampfschiffen durchbrach die dünne Line, trennte die uneinigen Einheiten und kaperten die ersten christlichen Schiffe. Aus Angst vor einem weiteren materiellen Verlust an Schiffen zog sich Gianandreas Doria zurück und lies die Venezianer zurück. Unter dem Verlust von zirka 6 Kampfschiffen flohen die Venezianer in Richtung Korfu und Doria in Richtung italienischer Küste. Diesen Seesieg nützte Hayraddin zur Eroberung weiter Inseln aus und führte zum Siegfrieden am 02. Oktober 1540. Der Nimbus der Unbesieg- barkeit der osmanischen Flotte hatten seinen höchsten Ruf erlangt.

Die Überwinterung der osmanischen Flotte in Toulon 1543/44

Osmanische Galeeren in Toulon1543/44

Mit dem Seesieg von Prevesa stand das Mittelmeer den Osmanen offen. Der neue maritime Verbündete hieß Franz I König von Frankreich. Im Juni 1543 sam- melte Hayreddin erneut seine Flotte von zirka 110 Schiffen und vereinigt sich mit der französischen Mittelmeerflotte von 50 Kampfschiffen. Am 22. August besetzten die verbündeten die Stadt Nizza, aber ohne die Festung zu erobern. Daraufhin brach man die Belagerung im September ab und die osmanische Flotte überwinterte in der von der Bevölkerung zum grösstenteils geräumten Stadt Toulon. Schlecht mit Verpflegung und militärischen Nachschub versorgt brach man im Frühjahr 1544 aus Toulon auf, plün- derte noch die eine oder andere Küste und kehrte im Herbst nach Konstantinopel zurück. Es war das einzige Mal, dass Franzosen und Osmanen ver- bündet kämpften ab dennoch der Beginn einer langen Freundschaft zwischen beiden Reichen.



Die Seeschlacht von Lepanto 1571

Seeschlacht bei Lepanto (Dogenpalast Venedig)

Nach jahrelangem Kleinkrieg im Mittelmeer mit Venedig war es Sultan Selim II (1566 -1574) der den endgültigen Bruch mit Ve- nedig wollte und im Juli 1570 seine Flotte nach Zypern schickte. Dennoch konnten, durch die Jahreszeit bedingt, die Truppen keinen Sieg auf der Insel vermeldeten und es dauerte bis zum Frühling bis die Osmanen erneut die Initiative ergriffen. 


Am 01. August 1571 eroberten die Osmanen nach 11 monatlicher Belagerung die vene- zianische Hafenstadt und Festung Famagusta. Lala Mustafa Pascha gelang es danach, den Rest der Insel zu erobern und Zypern (Eroberung Zyperns) dem Osmanischen Reich einzugliedern. Mit Zypern wurde der letzte christliche Vorposten im östlichen Mittelmeer ausgeschaltet und die Her- rschaft für Jahrhunderte gesichert. Dennoch war der Verlust der Insel für Venedig der Grund, eine neue und umfangreiche Liga zu See zu schliessen um dem Vordringen der Osmanen Einhalt zu gebieten. Am 25. Mai 1571 einigten sich die Mächte Spanien, Venedig, der Papst und die Malteser zu einem grossen Flottenunternehmen, einem Unternehmen das als grösste Galeerenschlacht in die Geschichte eingehen sollte. Durch die Spionage an den europäischen Höfen erfuhren die Osmanen bald von der Bildung einer christlichen Flotte auf der Höhe der Insel Korfu. Die Osmanen entsendeten ihre Flotte, bis auf die Versorgungs- und Begleitschiffe der Belagerungstruppen auf Zypern. Am frühen Mittag den 07. Oktober 1571 trafen sich die christlichen Flotte auf der Höhe der Insel Korfu. Die Osmanen entsendeten ihre Flotte, bis auf die Versorgungs- und Begleitschiffe der Belagerungs- truppen auf Zypern. 

Seeschlacht von Lepanto 07.10.1571

Am frühen Mittag den 07. Oktober 1571 trafen sich die beiden Flotten bei Le- panto. Fast 400 Kampfschiffe und 100 Versorgungschiffe mit zirka 100.000 Mann eröffneten die Schlacht. Ali Pascha stellte seine 208 Galeeren im Halbmond auf als er die christlichen Schiffe der Liga vor sich sah. Der rechte Flügel übernahm Mehmed Scirocco Pascha mit 56 Galeeren aus Ägypten und Palästina. In der Mitte griff der Kapudan Pascha mit 90 Schiffen der osmanischen Kernflotte selbst an. Am linken Flügel stand Ochiali Pascha mit den Piratenschiffen aus den Barbareskenstaaten. Das Zentrum der Liga bildeten die 64 päpst- lichen, neapolitanischen und spanischen Schiffe angeführt vom spanischen Admiral Don Juan d`Austia und dem venezianischen Kommandanten Sebastiano Veniers. Dahinter lag die spanische Reserve von 30 Schiffen und mehr als 30 Versorgungschiffe unter dem Markgraf Santa Croce. Am linken Flügel lagen 63 venezianischen Schiffe unter Agostino Barbarigio dem Bruder des Festungs- komandanten von Famagusta. Rechts standen 50 genuesische und malteser Schiffe unter dem Befehl von Gianandrea Doria. Vor den drei Hauptkampfblöcken wurden die hochbordigen mit Kanonen und Schützen bestückten Galeassen gezogen die im Kampf eine ungeheuerliche Feuer- kraft entfalteten und verhängnisvoll für die Osmanen waren. Nach mehr als drei Stunden äus- sersten Kampfes waren beide osmanischen Admiräle gefallen und 25. 000 Tsd. Tode auf osma- nischer Seite zu beklagen. 180 Kampfschiffe fielen den Siegern in die Hände und mehr als 10.000 Tsd. befreite Rudersklaven. Nur Ochiali Pascha konnte mit 13 Kampfschiffen und einigen Versorg- ungsschiffen entweichen und zirka 10.000 Männer erreichten die osmanische Festung Lepanto. Der Sieg für die Liga war überwältigend und dennoch hatten sie mehr als 7.000 Tode und 12 gesunk- enen Kampfschiffe zu beklagen und der Rest war angeschlagen und unfähig den Sieg zu nutzen. Ein Jahr später war Ochiali Pascha Kapudan Pascha über eine neue osmanische Flotte. Die Sieger von Lepanto aber verloren den Krieg. Die Venezianer unterzeichneten am 07. März 1573 den Frieden und Spanien verlor durch die neue osmanische Flotte und der Landung der Osmanen in Tunesien am 24. August 1574 Tunis. Die “Heilige Liga” hatte aufgehört den Osmanen zu trotzen. Dennoch war die Schlacht von Lepanto das Ende der grossen Seeschlachten im Mittelmeer. Im Norden Europas, in England und den Niederlanden entstanden die neuen modernen Schiffstypen und die neue Seemacht Grossbritannien.

 

Verschiedene Berichte zum Thema Lepanto im ZDF aus der Reihe Terra X.



Piraten, Freibeuter und Barbareskenstaaten

Galeeren und Gelasen im 16 Jh.

Im Spätmittelalter kristallisierte sich eine Kultur der Seeräuberei heraus, die eine Mischung aus religiös- en, kulturellen und ideologischen Gegensätze zwischen dem Islam und dem Christentum wider- spiegelte. Dennoch waren die Grenzen fliessend, und die Propaganda des Schreckens auf beiden Seiten verurteilte die jeweils andere Seite auf schärfste. Dabei waren der Status der Sklaverei in beiden Welt legitim. Insbesondere auf den Gale- eren wurden  die Ruderer als persönliche Ware gehandelt. Einer der wenigen Unterschiede war, dass auf christlicher Seite auch Verbrecher und sonstige unliebsame Personen Dienst taten und oftmals durch das Brandeisen gekennzeichnet wurden. Auf islamischer Seite handelte es sich bis auf wenige Ausnahmen um Kriegsgefangene. Die Ära der Rudersklaven endete erst im 18.Jh. mit dem Ende der Galeeren.  Die islamischen Gebiete Nordafrikas beherbergten die Seeräuberstädte wie Algier, Oran, Tunis oder Tripolis. Da das berberische hier die vorherrschende Sprache war, entstand der Begriff der Barbarei bzw. der Barbareskenstaaten. Diese Gebiete erblühten in ihrem Seeräubergeschäft nach der formalen Unterstellung in das Osmanische Reich und konnten ihre tatsächliche Unabhängigkeit bis Anfang des 19.Jh. behaupten. In den christlichen Ländern sprach man ungern von Piraten sondern prägte den Begriff der “Freibeuter”, also Piraten die im Dienste eines Staates standen.  



malteser Galeere 16 Jh.

Die erfolgreichsten Piraten oder Freibeuter auf christlicher Seite waren die Malteserritter auf Malta. Die Eroberung eines malteser Kampfschiffes war der höchste Kriegsruhm aller muslimischer Seeräuber oder osmanischer Kapitäne. Oftmals waren die Kaperfahrten im Auftrag islamischer oder christlicher Handelshäuser, die den Sold und das Schiff stellten und sich einen erfahrenen Kapitän leisteten um höchsten Gewinn aus der Beute von Raubzügen auf See oder an den Küstengebieten zu erlangen. Gerade die osmanische Politik bediente sich dieser Taktik zur Verunsicherung ihres Gegners und so wundert es nicht, dass die grossen osmanischen Flottenkommandeure aus der Reihe dieser fähigen Kaperkapitäne sich rekrutierte. Dazu kam, dass sogar einige der Kapitäne konvergierte Christen (Renegaten) waren und deshalb ihren Gegner genau kannten.

Russland und die osmanische Flotte im 18./ 19.Jh.

Der Untergang der osmanischen Flotte im Mittelmeer bei Cesme 1770

Zar Peter der Große erkannte Ende des 17.Jh. die Not- wendigkeit einer eigenen modernen Flotte. Mit der Ex- pansion Russlands folgte auch die maritime Ausein- andersetzung im Mittelmeer und im schwarzen Meer. 1768 erklärte das Osmanische Reich Russland den Krieg. Die russische Kriegsführung wollte erstmal ihre baltische Flotte einsetzen. Im Frühjahr 1770 passierte die russische Flotte Gibraltar und erreichte im April die griechische Inselwelt. Im Juli stellte Admiral Alexis Orlow die osmanische Flotte im Meeresbusen von Cesme.


In der daraufhin folgenden Beschießung durch Brandgeschosse wurde die geflüchtete Flotte be- stehend aus 18 Linienschiffen und 4 Fregatten vollständig vernichtet. Nur die starke osmanische Artillerie an den Dardanellen hinderte die russische Flotte am Erscheinen in Istanbul. Diese Nieder- lage brachte die Einsicht, eine neue Flotte nach europäischem Vorbild aufzubauen und so wurde 1773 in Istanbul die erste osmanische Seekriegsschule gegründet und eine neue Flotte aufgebaut, die insbesondere durch die moderne ägyptische Flotte Anfang des 19.Jh. im Mittelmeer militärische Erfolge aufweisen konnte bis zu dem Zeitpunkt der griechischen Unruhen im Jahre 1827. Aufgrund den Bestrebungen Rußlands war der griechische Unabhängigkeitskrieg ausgebrochen und die os- manischen Streiträfte konnten trotz großer Brutalität die aufständischen Gebiete nicht befrieden. Erst der Einsatz einer kleinen aber modernen Armee unter dem ägyptischen Oberkommandieren- den Ibrahim Pascha, dem Sohn des quasi unabhängigen Mehmed Ali in Ägypten, gelang es rasch, den Aufstand niederzukämpfen. Dabei spielte die ägyptisch-osmanische Flotte eine entscheidende Rolle. Dennoch verlor das Osmanische Reich den Kampf um die Morea am Verhandlungstisch mit den europäischen Schutzmächten Frankreich, England und vor allem Russland. Russlands Diplo- matie war es gelungen eine aus allen drei Ländern bestehende Flotte nach Griechenland zu senden, um die Kämpfe auf der Morea zu beenden. Beide Flotten sammelten sich bei Navarino.


Der Golf von Navarino 1827

Narvarino 1827

 

In Navarino lag die Flotte unter dem osmanischen Kapudan Pascha Tagir Pascha und dem ägyptischen Kapitän Mukharem Bey. Die Flotte verfügte über 3 moderne Linien- schiffe, 4 grossen und 19 kleineren Fregatten, 42 Korvetten sowie 15 Briggs und zirka 50 Versorgungsschiffen. Die verbündete Flotte bestand aus 6 englischen Linienschiffen unter der Leitung von Vizeadmiral Edward Codrington, den 5 französischen Linienschiffen unter dem Befehl von Vizeadmiral Henri de Rigny sowie der russischen Flotte bestehend aus 4 Linienschiffen, 4 Fregatten und 5 kleineren Versorgungsboote unter der Leitung von Admiral Lo- gin Geiden. Während die vereinte ägyptisch-osmanische Flotte unter dem Oberbefehl von Ibrahim Pascha strikt jede feindliche Provokation unterließ, reizte Codrington die osmanischen Kapitäne und provozierte einen militärischen Zwischenfall der ihm als Oberkommandierenden der vereinten Flotte die Möglichkeit gab, ohne Kriegserklärung das Feuer auf die ägyptisch-osmanische Flotte zu eröf- fnen. Diese Überraschung führte zu einer schweren Niederlage und zur größtenteils Zerstörung der Flotte am 20. Oktober 1827 im Golf von Navarino. Mit der Vernichtung der wichtigen Flotte, gingen die Unruhen in Griechenland weiter und Rußland eröffnete den Krieg 1828 bis zum Frieden von Edirne am 14. September 1829. In der anschliessenden Londoner Konferenz wurde die Unabhäng- igkeit Griechenlands am 03. Februar 1830 ausgesprochen.



Admiralsschiff um 1840

Zerstörung der Flotte im Krimkrieg 1854

 

Wieder begann ein Aufbau der Flotte und man schickte nun die Marineoffiziere zur Ausbildung nach Europa, vor allem England und Frankreich. Damit konnten erfolgreich neue Linienschiffe aus England bemannt werden. Mittlerweile war es Rußland gelungen, eine eigene Schwarzmeerflotte aufzubauen, die 1853 ihre erste Feuertaufe erhalten sollte. Wiederum provozierte Rußland einen Krieg gegen das Os- manische Reich und versuchte sofort die osmanische Flotte im Schwarzenmeer auszuschalten. Am 30. Oktober 1853 wurde die geflüchtete osmanische Schwarzmeer Flotte im Hafen von Sinope gesichtet und in einem kurzen Gefecht vollständig vernichtet. Dennoch führte der Sieg zum Um- schwung der öffentlichen Meinung in England und Frank- reich und, da man seine Interessen durch Rußland im Mittelmeer gefährdet sah, sendete man eine französisch-englische Flotte ins Schwarzemeer. Am 12. September 1854 landeten die ersten alliierten Truppen auf der Krim, der Krimkrieg 1854-1856 hatte begonnen.

 

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